Kreativität als bewusste Auszeit

Was Mixed Media ausmacht
Besonders beliebt ist derzeit die sogenannte Mixed-Media-Technik. Dabei werden verschiedene Materialien und Werkzeuge auf einem einzigen Werk kombiniert: Aquarellfarben treffen auf Collagenelemente, Stempelabdrücke auf handgeschriebene Zitate, glatte Flächen auf fühlbare Strukturen. Gerade dieser letzte Punkt fasziniert viele Kreative, denn dreidimensionale Effekte verleihen Karten, Journalseiten und Leinwänden eine Tiefe, die mit Farbe allein nicht zu erreichen ist. Wer ein fertiges Werk in den Händen hält und mit den Fingerspitzen über erhabene Muster fährt, versteht sofort, warum Textur in der Kreativszene ein so großes Thema ist. Genau hier setzen strukturgebende Pasten an, die das Gestalten um eine neue Dimension erweitern.
Eine Paste für Struktur
Für solche Effekte hat sich eine besondere Paste etabliert, die unter dem Namen Stencil Butter bekannt ist. Die streichfähige Masse hat die Konsistenz einer weichen Modellierpaste, schimmert dezent und lässt sich mit einem Spachtel oder Malmesser mühelos durch Schablonen auftragen. Zurück bleibt ein erhabenes, glänzendes Muster mit spürbaren Höhen und Tiefen. Erhältlich ist die Paste in zahlreichen Farbtönen, von zarten Pastellnuancen über leuchtende Akzente bis hin zu edlen Metallictönen wie Kupfer, Gold oder Platin.
So gelingt der Einstieg
Der Einstieg gelingt erstaunlich leicht. Eine Schablone wird auf dem Untergrund fixiert, anschließend streichen Sie die Masse mit dem Spachtel gleichmäßig über die Öffnungen. Nach dem vorsichtigen Abheben der Schablone erscheint das Motiv in klaren Konturen. Auch das Malen mit Fingern oder Pinseln ist möglich, wodurch freie, expressive Gestaltungen entstehen. Wichtig ist lediglich, alle Werkzeuge und Schablonen direkt nach dem Gebrauch mit Wasser zu reinigen, solange die Masse noch feucht ist. Für scharfe Kanten empfiehlt es sich zudem, die Schablone mit etwas Kreppband zu fixieren. So bleiben Werkzeug und Vorlage viele Projekte lang einsatzbereit.
Eigene Farbwelten erschaffen
Reizvoll ist außerdem die Möglichkeit, eigene Farbwelten zu erschaffen. Die einzelnen Töne lassen sich untereinander mischen, und sogar trockene Pigmentpulver können eingearbeitet werden, um völlig individuelle Nuancen zu erzeugen. Wer mag, kombiniert eine schimmernde Stencil Butter mit matten Acrylflächen oder setzt metallische Glanzpunkte auf dunklem Papier. Durch dieses Spiel aus Glanz, Farbe und Struktur entsteht bei jedem Versuch ein Unikat, das sich von gedruckten Motiven deutlich abhebt.
Trocknung und passender Untergrund
Ein wenig Geduld gehört allerdings dazu. Je dicker die Paste aufgetragen wird, desto länger dauert das Trocknen, bei üppigen Strukturen gern mehrere Stunden. Als Untergrund eignen sich poröse Oberflächen wie Aquarellpapier, Mixed-Media-Blöcke, Leinwände oder unbehandeltes Holz. Auf glatten, versiegelten Materialien haftet die Masse dagegen schlecht, und Feuchtigkeit sollte den fertigen Werken generell erspart bleiben. Wer diese Punkte beachtet, wird mit langlebigen Ergebnissen belohnt, die auch nach Jahren noch plastisch wirken. Planen Sie das Trocknen daher am besten über Nacht ein, bevor Sie weiterarbeiten.
Kleine Werke mit Wirkung
Die fertigen Werke sind vielseitig einsetzbar. Selbst gestaltete Grußkarten mit fühlbaren Ornamenten heben sich wohltuend von gekaufter Massenware ab, strukturierte Seiten werten jedes Art-Journal auf und kleine Leinwände mit erhabenen Mustern werden zu persönlichen Wohnaccessoires oder Geschenken. Gerade Einsteiger profitieren davon, dass mit Schablone und Stencil Butter schon der erste Versuch ansehnlich gelingt und schnelle Erfolgserlebnisse liefert. Vielleicht ist genau das der Grund, warum diese kleine bunte Dose in immer mehr Kreativschubladen zu finden ist: Sie macht aus einem freien Nachmittag eine kleine, greifbare Auszeit mit bleibendem Ergebnis.