Wie Spondylarthrose zur Berufsunfähigkeit führen kann

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By Olav

Spondylarthrose ist eine Verschleißerkrankung der kleinen Wirbelgelenke der Wirbelsäule, die häufig mit zunehmendem Alter auftritt und vor allem Rückenschmerzen verursachen kann.

Typische Symptome sind unter anderem Bewegungseinschränkungen, Morgensteifigkeit der Wirbelsäule sowie Schmerzen, die teilweise in Nacken oder Beine ausstrahlen können.

Die Erkrankung entsteht meist durch altersbedingten Verschleiß, kann aber auch durch Überbelastung, Übergewicht oder körperlich schwere Arbeit begünstigt werden.

In vielen Fällen lässt sich Spondylarthrose mit konservativen Maßnahmen wie Physiotherapie, Bewegung und Schmerztherapie gut behandeln, sodass Operationen nur selten notwendig sind.

In schweren Fällen kann die Erkrankung die Arbeitsfähigkeit einschränken und unter bestimmten Voraussetzungen kann sogar Spondylarthrose zu einer Berufsunfähigkeit führen.

Spondylarthrose – Was ist das?

Die Spondylarthrose ist eine Form der Arthrose, bei der die kleinen Wirbelgelenke der Wirbelsäule – die sogenannten Facettengelenke – verschleißen. Diese Gelenke verbinden die einzelnen Wirbel miteinander und ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Durch den Verschleiß entstehen häufig Rückenschmerzen. Da Abnutzungserscheinungen mit dem Alter zunehmen, tritt die Spondylarthrose bei vielen Menschen im Laufe des Lebens auf.

Kommt zusätzlich zum Gelenkverschleiß eine Entzündung hinzu, sprechen Fachleute von einer aktiven Spondylarthrose. Typisch können auch knöcherne Veränderungen sein, etwa zusätzliches Knochenwachstum an stark beanspruchten Stellen der Wirbelsäule (Spondylophyten).

Der Begriff Spondylose ist ein Sammelbegriff für Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule. Auch die Bezeichnung Spondylosis deformans beschreibt degenerative Veränderungen an den Wirbelkörpern.

Eine Spondylarthrose lässt sich in vielen Fällen gut konservativ behandeln, zum Beispiel mit Medikamenten oder Physiotherapie. Operationen sind nur selten notwendig. Die Erkrankung kann in allen Bereichen der Wirbelsäule auftreten, besonders häufig jedoch im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS), Halswirbelsäule (HWS) und Brustwirbelsäule (BWS). Die Diagnose erfolgt meist durch eine körperliche Untersuchung und gegebenenfalls durch bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder CT.

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Woran erkennt man eine Spondylarthrose?

Bei einer Arthrose nutzen sich die kleinen Wirbelgelenke der Wirbelsäule nach und nach ab und verlieren ihre natürliche Struktur. Daher wird die Spondylarthrose auch häufig als Facettensyndrom bezeichnet. Mit dem Verschleiß verändert sich die Oberfläche der Gelenkknorpel, wodurch die Beweglichkeit der Wirbelsäule mit der Zeit eingeschränkt sein kann.

Typische Beschwerden können unter anderem sein:

– Eingeschränkte Beweglichkeit des Rückens und der Wirbelsäule
– Morgensteifigkeit und ein stockendes Bewegungsgefühl
– Nicht genau lokalisierbare Rückenschmerzen
– Schmerzen, die in die Beine oder in den Nacken ausstrahlen können
– Gefühl blockierter Wirbel

Wichtig zu wissen:

Der Gelenkverschleiß muss nicht in jedem Fall Schmerzen verursachen. Treten Beschwerden auf, sind sie häufig nicht dauerhaft. Viele Betroffene erleben Phasen mit stärkeren Schmerzen, die anschließend wieder nachlassen oder ganz verschwinden.

Häufige Ursachen der Spondylarthrose

In vielen Fällen lässt sich kein konkreter Auslöser für eine Spondylarthrose feststellen. Häufig entsteht sie durch natürliche Alterungsprozesse. Mit der Zeit nutzen sich auch die Wirbelgelenke und Wirbelkörper ab, ein Verschleiß, der im Laufe des Lebens bei vielen Menschen auftritt.

Zu den häufigsten Ursachen gehören vor allem der altersbedingte Gelenkverschleiß sowie eine langfristige Überbelastung der Wirbelsäule, etwa durch intensiven Sport. Auch schwere körperliche Arbeit oder Übergewicht können das Risiko für eine Arthrose der Wirbelgelenke erhöhen.

Besonders häufig betroffen sind ältere Menschen. Auch Personen mit wenig Bewegung, Frauen sowie Raucherinnen und Raucher entwickeln statistisch häufiger eine Spondylarthrose.

Behandlung der Spondylarthrose

Die Behandlung der Spondylarthrose zielt in erster Linie darauf ab, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhöhen. Häufig kommen dabei konservative Maßnahmen zum Einsatz. Dazu gehören beispielsweise Schmerzmittel, Krankengymnastik sowie gezieltes Rückentraining. Auch rückenfreundliche Bewegungsabläufe im Alltag sowie Physio- und Ergotherapie können dazu beitragen, die Beschwerden zu reduzieren. Ergänzend wird teilweise eine sogenannte Triggerpunkt-Therapie eingesetzt, bei der schmerzhafte Muskelverhärtungen gezielt behandelt werden.

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Auch vorbeugende Maßnahmen spielen eine wichtige Rolle. Regelmäßige, ausgewogene Bewegung und eine möglichst rückenschonende Arbeitsweise können helfen, den Bewegungsapparat zu entlasten und das Risiko für Verschleißerscheinungen zu verringern.

Nur selten ist ein operativer Eingriff notwendig. In solchen Fällen können bestimmte Nervenenden, die für die Schmerzweiterleitung verantwortlich sind, gezielt verödet werden. Dadurch wird die Weiterleitung der Schmerzsignale reduziert.

Kann Spondylarthrose zur Berufsunfähigkeit führen?

In schweren Fällen kann eine Spondylarthrose zu einer Berufsunfähigkeit führen. Entscheidend ist dabei, wie stark die Beschwerden ausgeprägt sind und wie sehr sie die Ausübung des Berufs einschränken. Vor allem dauerhafte Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule oder wiederkehrende Beschwerden können dazu führen, dass Betroffene ihre Tätigkeit langfristig nicht mehr ausüben können. Besonders körperlich belastende Berufe sind häufig stärker betroffen.

Ob tatsächlich eine Berufsunfähigkeit vorliegt, wird immer individuell geprüft. Eine wichtige Rolle spielen dabei ärztliche Befunde und Gutachten, die den Gesundheitszustand und die Einschränkungen der Leistungsfähigkeit dokumentieren.

Liegt eine anerkannte Berufsunfähigkeit vor, kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente zahlen. Voraussetzung ist in der Regel, dass die versicherte Person ihren zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund gesundheitlicher Beschwerden über einen längeren Zeitraum nicht mehr ausüben kann. Die Versicherung prüft dazu den Antrag sowie die medizinischen Unterlagen.

In einigen Fällen kommt es zu Rückfragen oder Problemen bei der Anerkennung. Wird ein Antrag abgelehnt, besteht jedoch häufig die Möglichkeit, zusätzliche Unterlagen einzureichen oder die Entscheidung rechtlich überprüfen zu lassen.

FAQ

Ist eine Spondylarthrose heilbar?

Eine Spondylarthrose gilt als nicht vollständig heilbar, da es sich um eine Verschleißerkrankung der Wirbelgelenke handelt. Durch geeignete Behandlungen wie Physiotherapie, gezieltes Rückentraining oder Schmerztherapie lassen sich die Beschwerden jedoch häufig deutlich lindern und die Beweglichkeit verbessern.

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Ist Spondylarthrose das Gleiche wie Arthrose der Wirbelsäule?

Ja, im Grunde beschreibt der Begriff Spondylarthrose eine Arthrose der kleinen Wirbelgelenke der Wirbelsäule. Häufig werden auch Bezeichnungen wie Facettengelenksarthrose, Facettensyndrom oder Wirbelsäulenarthrose verwendet.

Welche Übungen helfen bei Spondylarthrose?

Hilfreich sind vor allem Übungen, die die Rückenmuskulatur stärken und die Beweglichkeit der Wirbelsäule fördern. Dazu zählen beispielsweise leichtes Rückentraining, Dehnübungen oder physiotherapeutisch angeleitete Bewegungsübungen.

Welche Rolle spielt Übergewicht bei Spondylarthrose?

Übergewicht kann die Wirbelsäule zusätzlich belasten und dadurch den Verschleiß der Wirbelgelenke begünstigen. Ein gesundes Körpergewicht kann daher helfen, den Bewegungsapparat zu entlasten und Beschwerden zu reduzieren.